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Die Vogelgrippe (aviäre Influenza; Geflügelpest) bezeichnet eine Erkrankung bei Vögeln durch Vogel-Influenza-Viren. Sie befällt vor allem Hühner und Puten, aber auch Wildvögel, Fasane und Perlhühner. Sie wird vom Influenza-A-Virus verursacht, welches in 16 Unterarten (sog. H-Subtypen) vorkommt. Das aktuell verbreitete Vogel-Influenza-Virus ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H5N1. Die „normalerweise“ vorkommenden und in der menschlichen Bevölkerung zirkulierenden Influenza-Viren sind entweder vom Typ A, Subtyp H1N1 oder Subtyp H3N2, oder Influenza-B-Viren.
Das Vogelgrippe-Virus H5N1 besitzt 12 Proteine und ist winzig klein (sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter), jedoch gilt es als äußerst aggressiv. Ein verändertes Nichtstruktur-Gen führt bei ihm dazu, dass bestimmte Botenstoffe des Immunsystems, welche normalerweise Viren abwehren, keine Wirkung mehr gegenüber dem A/H5N1-Subtyp erzielen. Deshalb tötet der Virus 80 – 100 % der befallenen Tiere sehr schnell.
Symptome bei Tieren: Gemäß eines Informationsblattes des Schweizerischen Bundesamtes für Veterinärmedizin führt die Vogelgrippe zu folgenden Krankheitssymptomen bei den infizierten Tieren:
- Apathie, kein Appetit
- stumpfes, struppiges Federkleid
- hohes Fieber (die Normal-Körpertemperatur bei Vögeln beträgt ca. 38° - 42° C)
- schwere Atmung bei offenem Schnabel
- Ödemie (d. h. Schwellung aufgrund Flüssigkeitsaufstauung) am Kopf, Hals, Kamm, Kehllappen, den Beinen und den Füßen
- Blaufärbung von Haut und Schleimhäuten
- wässrig-schleimiger und grünlicher Durchfall
- Störungen des ZNS (sonderbare Haltung des Kopfes, motorische Koordination gestört)
- gesenkte Legeleistung, Eier dünnwandig oder sogar ohne Schale
Symptome beim Menschen: Die ersten Symptome treten in der Regel zwei bis fünf, evtl. bis zu 14 Tagen nach Infektion auf. Das klinische Bild ist gekennzeichnet durch schwere grippeähnliche Symptome wie hohes Fieber, Husten, Atemnot und Halsschmerzen. In etwa der Hälfte der Fälle kommt es zu Durchfall, seltener auch zu Bauchschmerzen und Erbrechen. Im weiteren Verlauf der Erkrankung entwickelt sich meist eine Lungenentzündung, die dann häufig zu einem Lungenversagen und zum Tod führt. Etwa die Hälfte aller menschlichen Fälle mit Vogelgrippe verstarben an ihrer Erkrankung.
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